Der ARAG Cup 2026 wird für den Fußballkreis Beckum unvergessen bleiben. Erstmals in der Geschichte des Turniers konnte eine Kreisauswahl aus dem Kreis Beckum den begehrten Titel gewinnen. Insgesamt nahmen 30 DFB-Stützpunkte teil – am Ende stand die U12 aus Beckum ganz oben.
Überragende Gruppenphase
Am 5. Januar 2026 startete das Turnier mit der Gruppenphase. Die Kreisauswahl Beckum wurde direkt in eine äußerst anspruchsvolle Gruppe gelost. Dort traf das Team unter anderem auf die Stützpunkte aus Paderborn, Tecklenburg, Herford, Lüdenscheid/Iserlohn, Lübbecke/Minden, Recklinghausen, Dortmund, Hagen sowie den Hochsauerlandkreis.Bereits nach den ersten drei Spielen – alle gewonnen – und einem Torverhältnis von 16:1 wurde deutlich, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Der Lauf setzte sich konsequent fort:
Tag 1 endete mit 8 Spielen, 8 Siegen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 29:2.
Am zweiten Turniertag setzte das Team seinen Lauf unbeirrt fort. Nach insgesamt 12 Spielen blieb die Kreisauswahl weiterhin ungeschlagen und sicherte sich mit 29 Punkten sowie einem Torverhältnis von 37:7 souverän die Tabellenführung.
Auch am dritten Turniertag absolvierte die Mannschaft zwei weitere Spiele und blieb weiterhin ohne Niederlage. Die zusätzlichen Punkte reichten aus, um die Gruppe souverän abzuschließen. Am Ende standen 33 Punkte und ein beeindruckendes Gesamttorverhältnis von 39:8.
Damit war klar: Die Beckumer U12 gewann Gruppe 1 – ein starkes Ausrufezeichen im Turnierverlauf.
Trainer Christian Wille und sein Team traten anschließend stolz die Rückfahrt in den Kreis Beckum an. Doch der größte Moment sollte noch folgen.
Finalrunde in Kaiserau – der große Moment
Am Samstag, den 10. Januar, ging es zur Finalrunde erneut in die Sportschule Kaiserau. Auch dort präsentierte sich die Kreisauswahl Beckum in beeindruckender Form.Im Finale zeigte die Mannschaft noch einmal ihre gesamte Qualität. Mit großem Teamgeist, hoher Spielintelligenz und unbedingtem Siegeswillen krönte sich die U12 der Kreisauswahl Beckum schließlich zum Turniersieger.
Damit stand fest: Zum ersten Mal in der Geschichte des ARAG Cups geht der Titel in den Kreis Beckum. Ein historischer Erfolg für die Spieler, das Trainerteam und den gesamten Fußballkreis.
Interview mit Trainer Christian Wille
Christian, wann hattest du während des Turniers erstmals das Gefühl, dass mit dieser Mannschaft etwas ganz Besonderes möglich ist?Schon beim Sichtungstag. Da hat man direkt gesehen, was für ein guter Jahrgang das ist. Bestätigt hat sich das dann bei den ersten Leistungsvergleichen mit anderen Stützpunkten. Trotzdem muss man das immer im Verhältnis sehen – andere Stützpunkte haben ebenfalls sehr starke Jahrgänge.
Die Gruppe war extrem stark besetzt – was war aus deiner Sicht der entscheidende Schlüssel für euren souveränen Durchmarsch?
Nach dem ersten Turniertag, als ich den Abend Revue passieren lassen habe. Da hat man gemerkt, wie sich die Jungs von Spiel zu Spiel regelrecht in einen Rausch gespielt haben – und das in einer extrem starken Gruppe.
Mit 39:8 Toren habt ihr ein überragendes Torverhältnis erreicht. Was hat offensiv und defensiv besonders gut funktioniert?
Nach vorne haben wir sehr schöne Kombinationen gespielt und unsere Chancen effektiv genutzt. Defensiv haben wir als komplette Gruppe verteidigt. Die Bereitschaft und der Wille waren von der ersten Minute an da.
Drei intensive Turniertage sind auch mental eine große Herausforderung. Wie hast du es geschafft, die Jungs dauerhaft fokussiert und motiviert zu halten?
Die mannschaftliche Geschlossenheit und der Ehrgeiz der Jungs waren enorm. Es war einfach eine klasse Truppe – jeder war für den anderen da. Den Teamgeist und die Motivation habe ich versucht zu fördern, indem ich den Jungs immer wieder gesagt habe, was sie können und wozu sie fähig sind.
Gab es ein Spiel oder einen Moment beim ARAG Cup, der für dich sinnbildlich für diesen historischen Erfolg steht?
Ja, direkt im ersten Spiel: erste Aktion nach dem Anstoß – Tor. Das war ein Statement. Und natürlich die Rettungsaktion von Moritz Wiemann im Finale: ein hoher Ball, der eigentlich schon im Tor war, den er noch rausgrätscht – und dann auch noch den Nachschuss. Das war überragend.
Die Jungs spielen im Alltag in ihren Heimatvereinen und kommen am Stützpunkt nur punktuell zusammen – wie hast du trotzdem die Entwicklung der Mannschaft erlebt?
Durch einen sehr engen Austausch mit den Heimtrainern und viele Gespräche – auch direkt mit den Jungs nach dem Training. Ich sehe die Spieler sehr oft und bekomme so ein gutes Gesamtbild ihrer Entwicklung.
Was bedeutet dieser erste ARAG-Cup-Sieg ganz persönlich für dich als Trainer?
Es ist ein unfassbarer Erfolg in meiner noch jungen Trainerkarriere. Nach 53 Jahren diesen Titel nach Beckum zu holen, ist etwas ganz Besonderes. Für mich ist es auch eine klare Bestätigung der Arbeit mit den Jungs.
Wie haben die Jungs den Moment erlebt, als endgültig feststand, dass der Cup erstmals in den Kreis Beckum geht?
Sie waren unglaublich stolz und überwältigt. Auch die Eltern waren sehr stolz. Dieser Moment wird die Jungs ihr Leben lang begleiten – das ist ihr Moment.
Was möchtest du deiner Mannschaft nach diesem außergewöhnlichen Erfolg mit auf den weiteren Weg geben?
Dass sie auf dem Teppich bleiben, weiter an sich arbeiten und ihre Entwicklung konsequent fortsetzen.
Nach diesem besonderen Turnier: Was wünschst du dir für die weitere sportliche und persönliche Entwicklung der Jungs?
Dass sie gesund bleiben, weiter Freude am Fußball haben und Schritt für Schritt ihren Weg gehen – sportlich wie menschlich.