Die erste Halbzeit war geprägt vom Kampf und viel Laufbereitschaft auf beiden Seiten. “Wir sind sehr schwer ins Spiel gekommen und haben nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen haben”, so TuS-Trainer Helio Manotas. Die Gäste aus Ahlen versuchten es immer wieder mit schnellen Pässen in die Tiefe, damit Torjägerin Maria Acar in Position kommt. Das hat Wadersloh ein ums andere Mal sehr gut unterbunden. Dabei vernachlässigten sie die Offensive. Doch die erste Chance im Spiel gehörte den Blau-Weißen. Nach gut einer Viertelstunde trat Ira Weyrowitz eine Ecke in den Strafraum und wurde fast direkt verwandelt, aber das Leder klatschte an das Lattenkreuz. Nach einem eigentlich ungefährlichen Freistoß auf Höhe der Mittellinie flankte Louisa Drewer den Ball genau in den Fuß von Alara Bayhan, die mit einer Körpertäuschung ihre Gegenspielerin austrickste und das Leder zur 1:0-Führung einnetzte (24.) “Wir haben in der Anfangsphase verpasst weitere Treffer zu erzielen. Mit einer 2:0-Führung, wäre heute hier mehr möglich gewesen”, ärgerte sich RWA-Trainer Marco Beyer ein wenig. Zwar führte Ahlen, aber für Wadersloh, war es auch so etwas wie ein Weckruf. Nach einem gut vorgetragenen Angriff war es Lena Vienenkötter, die den Ausgleich erzielte (35.) Beide Teams schenkten sich keinen Meter Raum und versuchten noch vor der Pause die Führung zu erzielen. Die rund 350 Zuschauer sahen eine gute Partie. Leider gingen mit dem Pausenpfiff die Himmelsschleußen auf und es regnete wie aus einem Guß. Deshalb hatten beide Teams enorme Schwierigkeiten auf dem Kunstrasen den Ball zu kontrollieren. Als sich viele schon auf ein mögliches Elfmeterschießen eingestellt hatten, traf Annie Muckhoff mit einem sehenswerten Freistoß doch noch zum 2:1-Siegtreffer (90+2) für den TuS Wadersloh. Da gab es kein Halten mehr und die Spielerinnen feierten ihren Pokalerfolg überschwänglich. “Derbysieger, Derbysieger” hallte es über das Feld. Alle lagen sich in den Armen und feierten ausgelassen. “Mir war heute klar, dass es ein Spiel auf Augenhöhe werden sollte und die Mannschaft mit dem Quäntchen Glück mehr, den Pokal holen wird und das waren zum Glück heute wir”, freute sich Manotas. Seine Spielerinnen haben nach der Pokalübergabe festgelegt: Heute wird gefeiert, als ob es kein Morgen geben würde. Verdient haben sie es.









